Geschichte des AKL Freiburg

1977 wurde die Psychosoziale Beratungsstelle für Selbstmordgefährdete und Menschen in Lebenskrisen auf Initiative von Karl Ferner gegründet. Träger der Beratungsstelle war der katholische AGJ-Fachverband mit Sitz in Freiburg.

Seit 1992 werden interessierte Laien systematisch zu ehrenamtlichen AlltagsbegleiterInnen ausgebildet. Gemeinsam mit anderen Beratungsstellen für Suizidgefährdete in Baden-Württemberg wurde die Landesarbeitsgemeinschaft der AKL Baden-Württemberg gegründet.

Seit 1994 wurde erstmals eine geleitet Selbsthilfegruppe für Hinterbliebene nach Suizid angeboten. Seither gibt es dieses Gruppenangebot jährlich.
Seit 1998 finden zweimal jährlich Wochenendseminare für Trauernde nach Suizid im Katholischen Bildungshaus St. Ulrich statt.

2001 gingen die jugendspezifische Hilfeangebote unter der Bezeichnung [U25] an den Start. Die Onlineberatung durch geschulte gleichaltrige Ehrenamtliche über die Plattform www.u25-freiburg.de folgte 2002.

2009 wurde der preisgekrönte Dokumentarfilm „Hallo Jule, ich lebe noch“ im Dritten Programm des WDR gezeigt. Seither werden wir von Anfragen nach Mail-Beratung überrannt.

2009 endete auf Betreiben des Landes Baden-Württemberg die Betriebsträgerschaft für den AKL durch den AGJ-Fachverband. Erst im letzten Moment fanden sich sieben katholische Verbände aus Freiburg und Umgebung dazu bereit, einen Trägerverein für den AKL unter dem Namen Arbeitskreis Leben Freiburg e.V. zu gründen.

2012: Das Online-Peerberatungsangebot von [U25] wurde von der Standortinitiative "Deutschland, Land der Ideen" unter mehr als 2.000 Bewerbern als "Ort im Land der Ideen 2012" ausgezeichnet.

2013: Erstmals führt der AKL ein therapeutisches Laufprogramm unter dem Titel "FreiLaufen!" durch. Dieses wendet sich vor allem an Menschen mit Depressionen und wird einmal jährlich angeboten.

2013: In Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband (DCV) haben wir bis 2016 Kolleginnen an neun weiteren Standorten in Deutschland zu Projektleiterinnen für [U25]-Mailberatung ausgebildet. Seit 2017 gibt es zusätzlich Standorte in Berlin, Biberach, Dortmund, Dresden, dem Emsland, Gelsenkirchen, Hamburg, Nürnberg und Paderborn. Eine gemeinsame Plattform gibt es unter www.u25-deutschland.de.