Ausbildung als PeerberaterIn

Für unser Online-Beratungsangebot [U25] engagieren sich über 40 ehrenamtliche Peerberaterinnen und Peerberater im Altern von 16-25 Jahren. Auf diese Aufgabe werden die Jugendlichen in einem Ausbildungskurs vorbereitet, der zehn Einheiten umfasst und sich über ein halbes Jahr erstreckt. Drei der Einheiten finden samstags statt und dauern sechs Stunden. Sieben finden nachmittags/abends statt und dauern jeweils zwei Stunden. Die Ausbildung beinhaltet Vorgehensweisen wie: Selbsterfahrungen, theoretische Einheiten und Praxisübungen. So vermitteln wir Fakten und Daten zum Thema Suizid und angrenzenden Themen, gehen auf eigene Erfahrungen und Grenzen der Jugendlichen ein und üben anhand von Fallbeispielen, Antworten auf „Helpmails“ zu formulieren. Die Ausbildung ist mit vielen kreativen Elementen und Filmen abwechslungsreich gestaltet und schließt mit einem Zertifikat ab. Wir bilden jedes Jahr 10 neue Peers aus.

Nach der Ausbildung übernehmen die Jugendlichen durchschnittlich zwei Kontakte, denen sie regelmäßig mindestens einmal die Woche eine Mail schreiben. Die Kontakte finden anonym in einem gesicherten Beratungssystem statt. Alle zwei Wochen treffen sich die einzelnen Gruppen weiterhin regelmäßig zu Fallbesprechungen in ihren Teams, die von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin geleitet werden. Außerdem steht während der Beantwortung der Mails eine hauptamtliche Mitarbeiterin für Fragen und zur Rücksprache zur Verfügung. Der durchschnittliche Zeitaufwand für die Peers beträgt drei Stunden pro Woche. Darüber hinaus gibt es aber auch übers Jahr verteilt viele zusätzliche Angebote, wie Fortbildungen, Sommerfest, Hüttenwochenende oder Kinoabende.

 


 

Interview mit einer Peerberaterin

Christine, du bist eine „alte“, erfahrene Peerberaterin bei [U25]. Wie alt warst, als Du die Ausbildung zur Peerberaterin begonnen hast und wie lange ist das her?

Als ich mit der Ausbildung zur Peerberaterin begonnen habe, war ich 16 Jahre alt. Das ist jetzt über vier Jahr her.

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